Unsere frisch angelegte Streuobstwiese SĂŒd ruht jetzt unter ihrer winterlichen Decke. Die jungen ObstbĂ€ume stecken im Winterschlaf: kahle Zweige, ruhende Knospen und eine stille Umverteilung von Reserven, wĂ€hrend das Wurzelwerk sich im Boden festigt. Unter der Schneeschicht arbeitet das Bodenleben weiter â RegenwĂŒrmer, Pilze und Bakterien legen die Grundlage fĂŒr krĂ€ftigen Austrieb in den kommenden Wochen.

Auch die Tierwelt nutzt die FlĂ€che. Rehe, Hasen und andere Tiere hinterlassen deutliche Spuren im Schnee; ihre AbdrĂŒcke erzĂ€hlen von nĂ€chtlichen Suchen nach Nahrung, oft endend am Bissschutz der StĂ€mme oder vor dem Schutzzaun, der die junge Hecke vor FraĂschĂ€den bewahrt.

Die frisch angelegte Hecke wird spĂ€ter Unterschlupf fĂŒr Vögel und Kleintiere bieten und als Fluchtort vor gröĂeren Tieren dienen. Die Kombination aus Zaun, PfĂ€hlen und der geplanten Hecke soll die empfindlichen Jungpflanzen erhalten, ohne die Wiese als Lebensraum fĂŒr Wildtiere auszuschlieĂen.

Der Förderverein beobachtet die Entwicklung mit Hoffnung: Erste Knospen werden bald das FrĂŒhjahr ankĂŒndigen. Bis dahin ist Geduld gefragt. Bald schon werden BlĂŒten und das Summen der bestĂ€ubenden Insekten die Wiese beleben â ein Versprechen fĂŒr eine blĂŒhende Zeit unserer Streuobstwiese.
